Martin Hakan Weigl - Gesellschaftskritische Kunst von Martin Hakan Weigl

Über die Arbeit

„Kunst dient nicht dazu der Welt zu entfliehen, sondern diese besser zu verstehen.“ beschreibt am besten die Kunstauffassung sowie den Leitfaden in den Werken von M. H. Weigl – die Reflexion über die Gesellschaft, uns Menschen, das eigene Ich. Ohne Belehrungen, erhobenen Zeigefinger oder Moralpredigten, sollte Kunst ein Bild unserer Situation wiedergeben, den Spiegel vorhalten, Fragen aufwerfen oder Denkanstöße geben.

Waren die Arbeiten bis 2015 geprägt durch Die Malerei der Achtziger Jahre (u.a. den Jungen Wilden) und von plakativer Gestaltungsweise, sowie oftmals überbordenden und narrativen Bildinhalten, haben sich die Gemälde in den letzten Jahren gewandelt. Die bis dahin flächigen oder grafischen Darstellungen wichen einer malerischen Tiefe und naturalistischen Darstellungsweise. Bildinhalte erscheinen nicht mehr plakativ und laut, sondern immer subtiler, reduzierter und fokussierender. Reflexionen über sich selbst und die Gesellschaft, aber auch die Frage welche Ästhetik überwiegt (Schönheit, Belanglosigkeit, Angst?) führen zu Veränderungen in der Bildsprache, einer reduzierten Darstellung sowie einer düsteren Grundstimmung.

Die Motive, die nicht viel von sich preisgeben, wirken mitunter wie durch die Romantik inspiriert. Vergänglichkeit, Einsamkeit oder Wandel sind hierbei immer wiederkehrende Themen. Ein anderer Themenschwerpunkt ist Europa bzw. die Europäische Union, zu der schon vor dem Stilwechsel eine umfangreiche Serie unter dem Titel "quo vadis" entstand und die nun weitergeführt werden soll. Im Blickpunkt steht letztlich auch die Frage nach unserer Zukunft, das Ungeschehene, das im Dunkeln liegt...könnte diese Zukunft auch selbst finster werden? Das eigene Verhalten und die Fähigkeit, wie auch Bereitschaft sich zu ändern werden darüber mitentscheiden.

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